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So lautete die Rede des Bürgermeisters ...

zum aktuellen Anlass:  (s.u.) 

 


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19.01.2015 / EHH

 

Neujahrsempfang 2015

 

Auszüge  - Ansprache  Bürgermeister Jörg Makel anl. des Neujahrsempfanges 2015 -

SCHWAMM drüber  -  werte Gäste des Neujahrsemfanges    - Kennen SIE BALBINA  - eine junge Nachwuchssängerin mit – so sage ich, großartigem Talent. In ihrem Song SEIFE sendet sie die sprichwörtlich bekannte Botschaft  "SCHWAMM DRÜBER"   - Ja, so einfach ist es, einfach mal bereit zu sein, Geschichten zu “begraben” zu “vergessen” - dann, wenn andere etwas falsch gemacht haben oder ich mich selbst daneben benommen habe.  Wie gut tut da die Botschaft “Schwamm drüber” vergessen, vergessen und verziehen. Sowas wünsche ich Ihnen für das neue Jahr, dass wir verzeihen und vergessen können und dürfen und ja – genau das dürfen wir auch von anderen erwarten. BALBINA, die mit ihrem Text auch noch andere Botschaften verbindet, habe ich nicht nur wegen ihres Liedes als das Fundament meiner Worte gewählt. So erzählt sie von sich aus einem Schlüsselerlebnis ihrer Schulzeit. Ihre Klasse sollte einen Aufsatz schreiben. BALBINAS Aufsatz wurde von ihrer Lehrerin hervorragend bewertet. Allerdings erschloss sich ihren Mitschülern und anderen Lehrern die wahrscheinlich sehr spezielle Autorenleistung nicht und unter diesem Druck sah man sich aufgefordert, die erbrachte Leistung als Mittelmaß zu bewerten. Dieses Erlebnis habe sie belastet, sagt sie und es fällt ihr wohl schwer, da einfach den Schwamm drüber zu legen.


Schwamm drüber, nicht immer ist das gut, es gibt Dinge, die sind schwer zu vergessen. Nicht jede Geschichte geht nämlich gut aus und nicht jede Geschichte rechtfertigt das vergessen. Denken war an das vergangene Jahr, an Tunce – ein junges Mädchen kommt anderen zu Hilfe und wird attackiert, getreten und geprügelt und schwer verletzt zurück gelassen. Sie stirbt. Schwamm drüber ? – Das geht hier erstmal nicht!! Vielleicht können wir das, was da passiert ist, erklären - aber nicht vergessen.

Was aber erwarten Sie  vom Bürgermeister zur diesjährigen Ansprache – etwa, dass wir uns selbst loben? Warum sollten wir uns loben, dafür, dass wir Steuern erhöht haben? Ob wir Politiker gute Arbeit gemacht haben ob wir den richtigen Weg gehen, wird uns immer erst die Zukunft zeigen. Nienhagen schiebt einen Schuldenberg vor sich her und wenn Nienhagen seine Eigenständigkeit behalten will  - und dafür setzen wir uns ein - dann müssen wir jetzt handeln.


Ja, wir sparen, aber nicht um jeden Preis, wir werden auch weiterhin Geld einsetzen, wo es nötig ist, vor allem, wenn es um Bildung geht. So z.B. werden wir weiterhin  in  Bildungseinrichtungen investieren, in die Kindertagesstätten. Nicht, damit Kinder dort ganztägig betreut werden – nein, damit sie dort Bildung erfahren dürfen – Bildung insofern, nicht dass sie mit Wissen gestopft werden sondern sie forschen, experimentieren und erleben dürfen.


Bildung ist das wesentliche, das uns Freiheitsreche in einer Demokratie sichert.

Nienhagen hat Schulden, Nienhagen ist nicht mehr die reiche Gemeinde  - aber wenn man kein Gold mehr im Geldsack hat, dann muss man das Gold in den Köpfen der Menschen suchen. Und davon haben wir reichlich, das ist das schöne und so sage ich Dank allen, die sich einbringen in diesen Ort, die in den Vereinen, Verbänden, der Tafel, den Fördervereinen, den Rettungsdiensten, den Bürgerstiftungen.
Lassen sie uns eine Gemeinschaft der Werte werden – zu bitter ist, wenn wir in die Welt sehen. Dort, wo es einem Europa zu teuer ist, 120 Millionen pro Jahr für die Rettung von Flüchtlingen aus dem Meer auszugeben und gleichzeitig pro Jahr 200 Millionen ausgibt für den größten Wanderzirkus der Welt, dem monatlichen Umzug des europäischen Parlaments von Brüssel nach Straßburg.  Bitter ist zu sehen, wie Menschen unter Kriege und Terrorismus leiden. Was können wir dem gegenüberstellen?  Richtig - Bildung.  Die Friedensnobelpreisträgerin MALALA , ein 15 jähriges Mädchen hat es bereits vor einem Jahr gesagt. Terroristen habe keine Angst vor Schusswaffen, Terroristen haben Angst vor Stifte - sie haben Angst vor Menschen, die schreiben und  ihre Gedanken für alle lesbar zu Papier bringen.


Sie haben Angst vor einem 15 jährigen Mädchen, dass mit Bleistift für die Freiheitsrechte von Frauen und Männern eintritt, sie haben so große Angst vor ihr, dass sich ein hochbewaffneter Terrorist ihr in den Weg stellt und ihr mit einem Gewehr in den Kopf schießt. Ein Mädchen mit einem Stift und einem Buch  - ihr gegenüber ein Mann  mit einem Gewehr. Stifte sind die Gefahr, wie recht sie hat, wir sehen das an den Ereignissen in Paris.


Lassen sie uns also weiter gemeinschaftlich arbeiten, Nienhagen ist nicht nur anlässlich des Hachefestes bunt, Nienhagen ist immer farbig und jeder ist eingeladen, sich mit seiner Meinung einzubringen und jeder ist aufgefordert, die Meinung des anderen zu akzeptieren.


Lassen Sie uns heute und hier  ein Zeichen setzen. Die Fraktionsvorsitzenden unseres Rates werden mit einer Botschaft an Sie herantreten und ihre persönlichen Neujahrswünsche aussprechen  und anschließend Platz nehmen in diesem Boot hier auf der Bühne, als Zeichen, dass wir alle in einem Boot sitzen und in einem Boot gilt: Um Kurs zu halten, ist jede Position wichtig – egal ob man im Bug oder im Heck sitzt oder in der Mitte für das Gleichgewicht sorgt.


Ich möchte mich mit Ihnen  gemeinsam auf einen Kurs begeben, wir haben ein Ziel aber natürlich dürfen wir, wenn es nötig ist, auch auf dem Weg zu Zielen unseren Kurs den neuen Erkenntnissen und unserem neuen Wissen anpassen.

Ich danke Ihnen

Jörg Makel

Bürgermeister

 

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18.11.2013/EHH

Volkstrauertag 2013


Werte Anwesende

es ist gut, heute mit Ihnen gemeinsam einen eindrucksvollen Gottesdienst hier in unserer Kirche erlebt zu haben. Wir haben uns in der Kirche die Hände gereicht, als ein Zeichen unseres Willens, den Frieden einander weiter zu geben.

In der Gemeinschaft suchen wir einerseits nach Erklärungen dafür, warum wir Menschen auf dieser Welt uns untereinander Gewalt antun und wir versuchen uns auf Wegen, die uns hoffen lassen, dass es den allumfänglichen Frieden doch noch geben kann.

Wir bezeichnen diesen Tag als Stunde der Erinnerung an die Menschen, die ihr Leben durch Krieg, Terror und Gewaltherrschaft verloren haben. Wir wissen heute, dass wir damit nicht nur die meinen, die ihr Leben verloren haben sondern auch die, die ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit durch massive Ereignisse verletzt sahen, die Dinge erleben mussten auf die sie sich nicht vorbereiten konnten oder aber ihnen wehrlos ausgesetzt waren und die ihr Leben von der einen auf die andere Minute schlagartig verändert haben - auf einmal war nichts mehr so, wie es vorher war.

In der medialen Welt werden Tote erwähnt – diejenigen, die in anderer Weise mittelbar betroffen sind, die den Tod anderer mit ansehen mussten, die Freundinnen, Ehefrauen oder die Eltern, die vom Tod ihres Sohnes erfahren obwohl er doch im „Friedenseinsatz“ war, bleiben nur zu oft im Dunkeln.

Es ist richtig, dass dieser Tag uns mahnen soll uns immer wieder vorführen soll, wie leicht sich eine Gesellschaft „verführen“ lässt, wie schnell Menschen, die gestern noch Nachbarn und Freunde waren, plötzlich einander verfeinden und das Töten zum alltäglichen Geschäft werden lässt.

Nicht müde werden, den Frieden zu predigen und zu fordern heißt eben auch, den Frieden zu leben. Heißt auch, nicht hinzunehmen die uns wohl viel zu oft nicht präsentierten Bilder von Kindersoldaten, geschändeten Frauen, Elend, Leid, Hunger, sterbender Menschen. Frieden kann man nicht als Flatrate kaufen.

Wir leben behütet, hier in Nienhagen - kein Krieg, keine Feinde um uns, keine immer währende Bedrohung, die uns den Schlaf raubt - aber kann genau das eine Gefahr sein? Wohlstand und Einigkeit bei uns löst vielleicht irgendwann keine Wertschätzung mehr für Frieden und Freiheit aus. Wir unterschätzen zunehmend das, was wir haben. Wir richten den Focus mittlerweile auf Dinge, die unser sorgen-und angstfreies Leben nur noch ein Stück angenehmer machen kann. Manchmal gewinnen wir wieder Orientierung, z.B. dann, wenn wir eine schwere Krankheit überstanden haben, wenn wir nach einer existentiellen Bedrohung plötzlich sagen können. „ Es ist noch mal gut gegangen“.

Wenn viele meinen, sie könnten allein nicht verändern legitimiert dies aber nicht dazu, Unrecht hinzunehmen. Wer flüchtenden Menschen, die Bombenhagel und Terror entkommen sind, die geschützte Wohnung - dort wo sie Zuflucht suchen- neidet, der hat Frieden nicht verdient.

Sehen wir uns z.B. die Bilder von Kindern und Jugendlichen an, die erst kürzlich durch eine Brandbombe in Syrien schwer verletzt wurden - sie waren am Morgen noch mit Hoffnungen und guten Gedanken in die Schule gegangen, wenige Stunden später waren ihre Körper zerschunden und zerstört - einige haben überlebt , körperlich überlebt und wenn sie je eine Chance haben wollen, in ein Leben zurückzufinden, dass sie aushalten können, brauchen sie jetzt auch unsere Hilfe, ja, da können wir auch verzichten auf Annehmlichkeiten, Wünsche und Standards

Wir dürfen nicht müde werden, diesem Tag seinen Rahmen zu geben aber wir müssen auch bereit sein, uns neu zu orientieren. Der Krieg der Erinnerungen ist nicht mehr nur der zweite Weltkrieg – es sind die in ihrer Bedeutung und in ihrer Wirkung ebenso prägend gewordenen Geschehen unserer Gegenwart und vermutlich auch unserer Zukunft

Hören wir Sätze, die uns zum Frieden mahnen, vorgetragen von Frau Bilges, als Vertreterin des Sozialverbandes VdK:

Erst wenn die Macht der Liebe über die Liebe zur Macht siegt, wird die Welt Frieden finden.

Der ungerechteste Frieden ist immer noch besser als der gerechteste Krieg, denn es gibt keinen gerechten Krieg, denn der Krieg ist es, dem die Wahrheit und die Gerechtigkeit als erstes geopfert werden.

Menschen sind nicht in der Lage, den Tod abzuschaffen. Aber sie sind ganz gewiss in der Lage, das gegenseitige Töten abzuschaffen. Sie sind in der Lage, aber woher nehmen wir den Mut daran zu glauben, dass dieses Ziel erreicht werden kann?

Machen wir uns bewusst:

Jeder Krieg, jeglicher Terror und jegliche Gewalt ist immer nur eine Niederlage des menschlichen Geistes.

Erst wenn die Macht der Liebe über die Liebe zur Macht siegt, wird die Welt Frieden finden – dieser Satz stammt von einem jungen Musiker, der mit 26 Jahren 1969 verstorben ist. Wir müssen uns auf den Weg der Liebe, nicht auf den Weg zur Macht machen.

Meine Damen und Herren - lassen Sie uns jetzt zum Gedenken an diesen Tag einen Kranz an dem Ort niederlegen, wo Namen an Menschen erinnern, die im Krieg ihr Leben ließen, die uns mahnen, dass wir für den Frieden arbeiten müssen. Ich möchte das in diesem Jahr gemeinsam mit Vertretern der Kyffhäuser Kameradschaft und des Sozialverbandes VdK stellvertretend für alle hier Anwesenden und für die Bürgerinnen und Bürger unseres Dorfes tun.

Ich danke Ihnen für Ihre Anwesenheit, ich danke allen, die an dieser Feierstunde mitgewirkt haben, natürlich dem Posaunenchor, aber vor allem auch den Soldaten und Soldatinnen unserer Partnerschaftseinheit aus Wietzenbruch, die auch in der kommenden Woche hier bei uns in Nienhagen sammeln werden für die Kriegsgräberfürsorge zum Erhalt mahnender Zeichen, das bestimmte Ereignisse sich in einer Gesellschaft nie wiederholen dürfen.

 

 

 


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Volkstrauertag am Sonntag, dem 18. November 2012

Kranzniederlegung am Ehrenmal

Traditionsgemäß trafen sich die Vertreter der Vereine und Verbände sowie die Fahnenabordnung um ca. 9.40 Uhr im Bereich der Jahnstuben zum gemeinsamen Abmarsch.

Die Kranzniederlegung fand gegen 11.00 Uhr im Anschluss an den Gottesdienst am Ehrenmal an der Ev.-Luth. Kirche statt.

Jörg Makel
Bürgermeister

 

Rede des Bürgermeisters Jörg Makel zum Volkstrauertag 2012

Ich danke Ihnen und Euch, dass sie sich versammelt haben, um Menschen zu gedenken, die unter Gewaltherrschaft und Krieg gestorben sind. Solange wir den Volkstrauertag begehen, werden wir zumindest einmal im Jahr daran erinnert, welche Verantwortung wir tragen um den Frieden und nicht dem Streit mit Waffen zu dienen.
Aber reicht das, um dauerhaft der Gewalt zu begegnen?

Warum tötest Du SAID – dieses Buch von Jürgen Todenhöfer – Publizist und ehemaliger Bundestagsabgeordneter der CDU - konfrontiert uns ganz aktuell mit der Frage, wie es denn sein kann, das Menschen zum Töten bereit sind.

SAID, ein junger Mann in Afghanistan kann – wie wir alle, - zunächst nicht begreifen, wie sich die Räder der Weltp

olitik drehen, dass sich Staatsmänner zur Weltenpolizei ernennen und andere wiederum die Notwendigkeit der Verteidigung eines freien Europas territorial auf einen anderen Kontinent verschieben.

SAID ist ein junger Mann, der das Geschenk seines Lebens genießen , der lernen und forschen möchte, der lachen und lieben will. Er nimmt aber Gewalt um sich wahr, Menschen, die auf ihrem religiösen Fundament eigene Gesetze formulieren und ihre Einhaltung nicht nur mit der Androhun

g drastischer Strafen begegnen, sondern diese auch umsetzen und anderen das Leben nehmen.

Er nimmt wahr, das Menschen aus anderen Staaten als Soldaten in sein Land kommen und muss mit ansehen, wie genau diese in einem Tumult seinen am Boden liegenden Bruder – ein Kind noch - vor seinen Augen exekutieren.

Zwei Monate später stirbt SAID – mit einem Sprengstoffgürtel hat er sich einer Patrouille ausländischer Soldaten in den Weg gestellt und drei von ihnen getötet. Ein „feiger“ Anschlag, wie die Presse urteilt.


Wir in Deutschland dürfen Frieden genießen, wir fühlen uns sicher und doch ist der Krieg ganz nah. Das bei uns nicht geschossen wird, das keine Bomben fallen, heißt ja nicht, dass wir stolz sein dürfen auf das, was wir tun. Immerhin haben die deutschen Rüstungskonzerne in diesem Jahr riesige Umsätze erzielt.

Wer Panzer nach Saudi Arabien liefert kann doch, wie die Cellesche Zeitung in einem Cartoon in einer letzten Ausgabe dargestellt hat, nicht darauf vertrauen, dass aus ihren Rohren nicht mit Granaten auf Menschen geschossen werden. Wir gedenken den Menschen, die im Krieg gestorben sind und bauen gleichzeitig unseren Wohlstand zum Teil darauf auf, dass wir modernste Waffentechnologie an andere Staaten verkaufen.


Die Opfer der Kriege und der Gewaltherrschaft haben es aber nicht verdient, sie in den Schatten derer zu stellen, die als ihrem Staat verpflichtete Menschen junge Männer und Frauen an Waffen bringen um ihre globalen Interessen über das Schicksaal des Einzelnen setzen zu dürfen.


Wir gedenken den vielen Kindern, denen Menschen in ihrem Wahn nach Macht die Zukunft genommen haben.


Wir gedenken den Soldaten und Soldatinnen, die in unzähligen Kriegen als Werkzeug ihrer selbst gestorben sind – im Kampf um jeden Meter Boden, der später in der globalen Geschichte keinerlei Bedeutung erfährt.


Wir gedenken den Soldaten und Soldatinnen, die sich heute immer schrecklicheren Waffensystemen gegenüber sehen und ihr Leben lassen – ohne je eine Chance gehabt hätten, sich zu verteidigen.


Wir gedenken den Soldaten und Soldatinnen und den vielen Menschen in den Kriegsregionen, die selbst getötet haben, die sterbende Menschen sahen, die aus Angst vor dem eigenen Tod an ihrer Seele schwer verwundet sind und ihnen schwer fällt, in ein normales Leben zurückzufinden.


Wir gedenken derer, die sich mit Mut gegen Gewaltherrschaft aufgelehnt haben und ihren eigenen Tod in Kauf nahmen.


Viele von Ihnen haben – wie ich – nicht miterlebt, welche schrecklichen Seiten Krieg hat. Aber während wir uns der vielen Toten aus dem zweiten Weltkrieg erinnern, gibt es auch bei uns in Deutschland wieder Mütter und Väter, dessen Kinder im Krieg gestorben sind.


Von Deutschland sollte nie wieder Krieg ausgehen, vielleicht hätten unsere Politiker auch sagen sollen, dass wir uns nie wieder an kriegerischen Auseinandersetzungen beteiligen.


So werden auch Kinder von uns einst erinnert werden, an ihren Kameraden, den sie neben sich selbst sterben sahen, einen guten Kameraden, dessen vom Staat verordneter Trommelwirbel zum Streit aufrief und ihn damit in den sicheren Tod schickte.


Wann werden die Menschen begreifen, dass es nicht nur gute Kameraden neben sich – sondern auch auf der anderen Seite gibt ?


Wer den Frieden wünscht sollte wissen, dass er über etwas redet – dass es nie geben wird. So ähnlich hat es Astrid Lindgren gesagt. Ich bin gewillt, ihr zu glauben denn die Gewalt scheint uns Menschen immer noch näher zu liegen als das friedliche Miteinander.


Und doch trage ich Hoffnung, Hoffnung dahin, dass wir Menschen erkennen, dass diese Welt, dass unsere Kinder – nur dann eine Zukunft hat, wenn wir Neid. Missgunst und das uneingeschränkte Streben nach immer mehr Wohlstand verdrängen, offen für die Meinung der anderen sind , unterschiedliche Kulturen akzeptieren und niemals im Namen der Religion zu Waffen greifen.


So möge der Volkstrauertag auf uns alle wirken und möge diese Wirkung andauern bis zum nächsten Jahr, wenn wir an dieser Stelle den Eindruck, der von diesem Tag ausgeht, erneuern.